Über die Künstlerin
Bevor ich 2013/14 meine Arbeitstechnik, KUNST AUS WOLLE, entwickelte, hätte ich nie gedacht, daß ausgerechnet Schafwolle das naturalistische Formen von menschlichen Portraits ermöglicht.
Dann lernte ich die Wollfaser von ganz neuen Seiten kennen. Sie glänzt nicht. Sie ist ein ganz körperliches Material. Sie ermöglicht ein lebendiges Leuchten, tief und warm. Es ist, als treten die Darstellungen zu mir ins Zimmer.
—Ausgebildet in Musik, habe ich immer gern mit unserer Sprache gearbeitet und liebe Gedichte, die mich auch zum Malen angeregt haben. Immer schon bin ich also im Lebensgefühl eines innigen Einsseins aller Künste gewesen, wo Klänge Bilder sein mögen, Worte Duft oder Farben und wo Unsagbares tanzbar werden kann…
In letzter Zeit ist mir mehr und mehr der klare Urgrund aller Künste und aller Kultur bewußt geworden: die Natur. Und daß es keine unbeseelte Natur geben kann. Die warme, natürliche Wollfaser vermag diese Schwingung besonders gut zu transportieren. So versuche ich, den harmonischen Zusammenhängen aller Dinge immer weiter nachzuspüren und „Worte“ für sie zu finden…
